Vergängliche Kunst und fortwährende Macht Die Blijde Inkomst für Erzherzog Ernst von Österreich in Brüssel und Antwerpen, 1594

By: Contributor(s): Material type: ArticlePublication details: Merzhausen (bei Freiburg i.Br.) ad picturam Fachverlag für kunstwissenschaftliche Literatur e.K. 2019Content type:
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Subject(s): Online resources: Summary: Der Habsburger Ernst von Österreich (1553–1595), zweiter Sohn Kaiser Maximilians II., wurde 1593 zum Statthalter der Spanischen Niederlande ernannt. Der Erzherzog erreichte seine neue Residenzstadt Brüssel am 30. Januar 1594, wo er mit dem triumphalen Einzug der Blijde Inkomst – dem traditionellen „fröhlichen Einzug" – begrüßt wurde; der zweite Einzug in die illustre Handelsmetropole Antwerpen folgte im Juni. Das Ableben des Erzherzogs nach nur 13 Monaten im Amt im Februar 1595 sowie seine politische Bedeutungslosigkeit ließen dieses Ereignis bisher in der Forschung zurücktreten, obwohl es einen aufschlussreichen Einblick in die Spanischen Niederlande zur Zeit des Achtzigjährigen Krieges bietet. Im Rahmen der Studie wurden unterschiedliche Orte und Medien performativer und visueller Künste identifiziert und aktuelle Methoden aus den Bereichen der Kunstgeschichte, Historiographie, Sozialgeschichte und Religionsgeschichte herangezogen. Die Untersuchung fokussiert sich zuerst auf die von den Städten zu Ehren des Erzherzogs gestalteten ephemeren Festapparate, Bühnen, tableaux vivants und Aufführungen anhand ihrer nachfolgend erschienenen Festbücher. Anschließend stellt sich die Frage, welches Nachwirken die Blijde Inkomst auf das Selbstverständnis Ernsts von Österreich in den Niederlanden hatte. Zu diesem Zweck werden ein bei Otto und Gijsbert van Veen in Auftrag gegebenes Druckporträt des Erzherzogs, die erzherzogliche Sammlung – auf Grundlage des bisher noch nicht publizierten Nachlassinventars – sowie das Grabmonument im Hochchor der Brüsseler St. Michael und Gudula-Kirche untersucht.
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Der Habsburger Ernst von Österreich (1553–1595), zweiter Sohn Kaiser Maximilians II., wurde 1593 zum Statthalter der Spanischen Niederlande ernannt. Der Erzherzog erreichte seine neue Residenzstadt Brüssel am 30. Januar 1594, wo er mit dem triumphalen Einzug der Blijde Inkomst – dem traditionellen „fröhlichen Einzug" – begrüßt wurde; der zweite Einzug in die illustre Handelsmetropole Antwerpen folgte im Juni. Das Ableben des Erzherzogs nach nur 13 Monaten im Amt im Februar 1595 sowie seine politische Bedeutungslosigkeit ließen dieses Ereignis bisher in der Forschung zurücktreten, obwohl es einen aufschlussreichen Einblick in die Spanischen Niederlande zur Zeit des Achtzigjährigen Krieges bietet. Im Rahmen der Studie wurden unterschiedliche Orte und Medien performativer und visueller Künste identifiziert und aktuelle Methoden aus den Bereichen der Kunstgeschichte, Historiographie, Sozialgeschichte und Religionsgeschichte herangezogen. Die Untersuchung fokussiert sich zuerst auf die von den Städten zu Ehren des Erzherzogs gestalteten ephemeren Festapparate, Bühnen, tableaux vivants und Aufführungen anhand ihrer nachfolgend erschienenen Festbücher. Anschließend stellt sich die Frage, welches Nachwirken die Blijde Inkomst auf das Selbstverständnis Ernsts von Österreich in den Niederlanden hatte. Zu diesem Zweck werden ein bei Otto und Gijsbert van Veen in Auftrag gegebenes Druckporträt des Erzherzogs, die erzherzogliche Sammlung – auf Grundlage des bisher noch nicht publizierten Nachlassinventars – sowie das Grabmonument im Hochchor der Brüsseler St. Michael und Gudula-Kirche untersucht.

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