Rückblende NS-Prozesse und mediale Repräsentation der Vergangenheit in Belgien und den Niederlanden (Volume 45)
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ArtikelUtgivningsinformation: Waxmann Verlag GmbH [Imprint] 2009Innehållstyp: - text
- computer
- online resource
- 9783830971320
- Place qualifiers
- Europe
- Time period qualifiers
- c 1500 onwards to present day
- 20th century, c 1900 to c 1999
- Early 20th century c 1900 to c 1950
- c 1940 to c 1949
- History and Archaeology
- History
- History: specific events and topics
- Genocide and ethnic cleansing
- The Holocaust
- Military history
- Specific wars and campaigns
- Second World War
- History
- Holocaust
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Die großen NS-Prozesse der 1960er Jahre, besonders der Eichmann-Prozess von 1961, werden immer wieder als Schlüsselereignisse bezeichnet, die dazu geführt hätten, den Holocaust als eigenständiges Phänomen stärker ins Bewusstsein der Weltöffentlichkeit zu rücken. Bislang wurde jedoch kaum untersucht, wie diese Prozesse in den einzelnen Ländern tatsächlich von den Medien repräsentiert wurden und welche Folgen dies für die Holocaust-Erinnerung hatte. Diese Studie analysiert niederländische und belgische Presse-, Radio- und Fernsehberichte über spektakuläre NS-Verfahren. Der Eichmann- und der Auschwitz-Prozess stehen im Zentrum des Interesses; der Nürnberger Hauptprozess wird als frühes Beispiel vergleichend herangezogen. Während sich der Umfang der Beiträge und die vermittelten Informationen in den Massenmedien gleichen, ergeben sich bei der Frage nach den langfristigen gesellschaftlichen Auswirkungen eklatante Unterschiede zwischen den beiden Ländern. Besonders aufschlussreich ist dabei der Umgang mit der eigenen Besatzungsvergangenheit.
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